Warum ich mich dafür entschieden habe, als psychologische Beraterin zu arbeiten

Psychologische Beratung - ein erlernbarer Beruf wie viele andere, und doch spielt der Faktor "Berufung" eine wichtige Rolle. Warum ich das denke und warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe, erfährst du in diesem Artikel.

 

Mein beruflicher Werdegang beginnt im zarten Alter von sieben Jahren. Damals war ich mir sicher: Ich wollte Schauspielerin werden, einen Oscar gewinnen, Leonardo DiCaprio heiraten und sieben Kinder mit ihm bekommen. Gesagt, - nicht getan, denn schon ein Jahr später wollte ich Polizistin werden und zum FBI gehen. Ein weiteres Jahr später war ich begeistert vom Tanzen und entschied mich für GoGo-Tänzerin. Das hielt aber nur wenige Monate und schon war mein neuer Berufswunsch auf Grundlage einer Fernsehwerbung geboren: Nonne. Und nachdem ich gedanklich alles durchhatte, konnte ich mich von der Wechselhaftigkeit zur Ruhe setzen. Mit 13 Jahren war ich mir dann sicher - ich wollte Psychologin werden, eine eigene Praxis haben und schicke Kostüme zur Arbeit tragen.

Dieser Berufswunsch hielt sich seit fortan, auch wenn der Weg dahin etwas steinig war. Aus dem Psychologiestudium wurde aufgrund einer nicht bestandenen Aufnahmeprüfung ein Lehramtsstudium für Volksschule, eine Anstellung als Kellnerin, ein Auslandssemester in Spanien, eine Anstellung als Deutschlehrerin in Spanien, eine Anstellung als Lehrerin in Wien und das Wissen, dass ich nicht gerne Lehrerin war. Stattdessen hatte mich der Wunsch nach einem Psychologiestudium niemals losgelassen.

 

Und, da "beim Reden kommen die Leut zam" seine Berechtigung hat, fand ich durch ein Gespräch mit meiner Supervisorin meinen Weg zur Ausbildung als psychologische Beraterin. Seit Beginn der Ausbildung ist  Tag um Tag vergangen, an denen ich überglücklich über meine Wahl bin, dankbar für den Schritt, überzeugt, dass es genau das richtige für mich ist.

 

Warum?

 

Weil ich in diesem Beruf alles verbinden kann, was ich gerne mache und wie ich bin. Alles fließt.

 

  • Ich fackle gerne ganz kurz. Wenn es jemand braucht, dann ist eine längerfristige Beratungssituation hilfreich. Im Allgemeinen bin ich aber überzeugt davon, dass jeder Mensch selber am besten spürt, was richtig für ihn ist und er daher die höchste Priorität und Autorität in seinem Leben ist. Ich berate Menschen so lange, wie es wichtig ist. Sind es zwei Beratungseinheiten, perfekt. Sind es zehn, wunderbar. Ist es alle drei Monate eine, großartig. Ich frage nicht um den heißen Brei herum, sondern komme schnell und konkret zum Punkt. Es gibt daher schnell Erkenntnisse, Ergebnisse und Lösungen.
  • Ich höre gerne zu, stelle gerne Fragen, spiele gerne Sherlock Holmes ;) Ich greife auf einen breiten Methodenpool zurück. Unter anderem auf systemische Brettaufstellungen, die schnell und klar Einblick darin geben, welche Dynamiken sich hinter den Problemen der Klientinnen befinden. Ich habe einen Weg gefunden, wie ich das auch Online wunderbar anbieten kann.
  • Ich lache gerne, auch in der Arbeit.
  • Ich brauche Flexibilität. Für mich sind starre immerwährende Routinen unbehaglich. Ich bin gerne flexibel, um meinem Einfallsreichtum und Kreativität einen Platz zu geben. Ideen für ein neues Buch, ein Lied, etc. lassen sich nicht in einen Terminkalender packen. Ich bin gerne unterwegs, weshalb die Onlineberatung die perfekte Arbeitsform für mich ist. Und: kein Mensch ist gleich, kein Problem das selbe. Ich lasse mich auf jede_n Klient_in und jedes Thema neu ein und gebe dem Ganzen den Raum, den es braucht. Es hat keinen Sinn, an ein Thema jedes Mal gleich heranzugehen, denn dabei lasse ich die Individualität des/der Klient_in außer Acht. In der psychologischen Onlineberatung kann ich die von mir geliebte Flexibilität in vollen Zügen leben - auch in Bezug auf Beratungszeiten. 
  • Ich liebe meine Arbeit. Ich mag die Abwechslung, den Fortschritt, das Begleiten von Personen. Ich mag es, wenn ich sehe, wie Menschen wachsen und wie aus Problemen Ressourcen werden. Es ist für mich die größte Freude, wenn es auf allen Ebenen spürbar wird, dass das Leben immer fließt. Probleme entstehen dort, wo ich den Fluss nicht zulasse, wo ich verstrickt bin (zb. in meinem Familiensystem). Wenn wir die Probleme betrachten, erkennen, worum es tatsächlich geht, kann der Stau wieder gelöst und das Leben wieder zum Fließen gebracht werden. Dann geht es vorwärts.